statistik Berlin Brandenburg  
 
Institut für Schulqualität der Länder Berlin Brandenburg e.V.


Bildungbericht 2008
Inhaltsübersicht
    Einleitung
    Hinweise
    Wichtige Ergebnisse
    im Überblick
    Kapitel A
    Kapitel B
    Kapitel C
    Kapitel D
    Kapitel E
    Kapitel F
    Kapitel G
    Kapitel H
    Anhang
Supplementband I
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Bildungbericht Berlin Brandenburg 2008
   
KAPITEL H   DOWNLOAD
H
 
Qualitätssicherung und Qualitätsentwickung
 
Fragen der Qualitätssicherung und -entwicklung haben in den letzten Jahren in allen Bereichen des Bildungssystems zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders prominent ist die Entwicklung im allgemeinbildenden schulischen Bereich, die in diesem Kapitel exemplarisch dargestellt wird. Als Reaktion auf das bestenfalls mittelmäßige Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in den internationalen Leistungsvergleichen (PISA, TIMSS, IGLU) um das Jahr 2000 hat in Deutschland ein inhaltlicher und struktureller Reformprozess im schulischen Bildungssystem eingesetzt. Dieser Reformprozess ("Paradigmenwechsel") setzt auf eine Ergänzung der bis dahin dominierenden Input- und Prozessorientierung durch Elemente einer verstärkten Output-Steuerung: Verbesserungen in der Bildungsqualität sollen demnach durch eine Konzentration auf die Bildungserträge der Schülerinnen und Schüler, der Schulen und des schulischen Bildungssystems insgesamt erzielt werden und nicht mehr, wie vormals, vorrangig über die Modifikation von Lehrplänen, die Verbesserung der Lehrkräfteausbildung oder die Entwicklung und Erprobung didaktischer Modelle. Steuerung soll auf diese Weise evaluationsbasiert erfolgen (Altrichter & Heinrich, 2006).
 
Die Gesamtstrategie der KMK zum Bildungsmonitoring in der Schule
Die KMK hat im Jahre 2006 eine Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring1 verabschiedet. Diese umfasst vier Bereiche: (I) die Teilnahme an internationalen Schulleistungsuntersuchungen, (II) die Einführung und Überprüfung länderübergreifender Bildungsstandards, (III) die Durchführung von Vergleichsarbeiten und (IV) die gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern.
 
Die Länder nehmen in Zusammenarbeit mit dem Bund an internationalen Leistungsvergleichsuntersuchungen wie PISA, IGLU und TIMSS teil, um die Leistungsfähigkeit im internationalen Vergleich feststellen zu können. Bildungsstandards beruhen auf einem länderübergreifenden Konsens über Leistungserwartungen an Schülerinnen und Schüler und formulieren fachbezogene Kompetenzen (einschließlich zugrunde liegender Wissensbestände), die diese zu bestimmten Zeitpunkten erworben haben sollen. Sie sind outputorientiert und sollen prinzipiell durch Kompetenztests erfassbar sein. Die zurzeit verabschiedeten Bildungsstandards in den Fächern Mathematik und Deutsch für den Primarbereich, Mathematik, Deutsch, Erste Fremdsprache (Englisch, Französisch) für den Hauptschulabschluss und den Mittleren Schulabschluss sowie zusätzlich für Letzteren die Naturwissenschaften (KMK, 2003, 2004) sind seit 2004 bzw. 2005 in allen Ländern verbindlich. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) entwickelt die Testaufgaben, um im Rahmen von bundesweiten Stichprobenuntersuchungen das Erreichen der Standards ländervergleichend zu überprüfen. Darüber hinaus entwickelt das IQB Aufgaben, die in den flächendeckenden Vergleichsarbeiten der Jahrgangsstufe 8 (VERA 8) und ab 2010 auch in der Jahrgangsstufe 3 (VERA 3) eingesetzt werden. Diese Aufgaben beruhen auf denselben Kompetenzmodellen wie die Bildungsstandards und ermöglichen es den Schulen und den einzelnen Lehrkräften, zu diagnostischen Zwecken den Leistungsstand ihrer Schülerinnen und Schüler auf dem Wege der Standarderreichung zu überprüfen.
 
Ziel des vierten Bereichs der KMK-Gesamtstrategie, der gemeinsamen Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern, ist es, anhand wichtiger Indikatoren aus den drei zuvor genannten Bereichen und weiteren Quellen eine Zusammenschau der Leistungsfähigkeit des gesamten Bildungssystems zu geben und kontinuierlich fortzuschreiben (Tab. H1).
 
1 Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 02.06.2006.

 
 
Kapitel H
 
 
 
Anteil der Schülerinnen und Schüler auf Fähigkeitsniveau 3 im Leseverständnis bei VERA 3 2007/08 nach Berlner Bezirken und Brandenburger Mittelbereichen
 
   

 


 
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